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Mai 25

Das Rettungspaket ist nun endgültig beschlossen. Deutschland beteiligt sich am Europäischen Rettungspaket mit 123 Milliarden Euro. Dazu kommen noch die 22,6 Milliarden, die bereits als "Erste Hilfe" für Griechenland geflossen sind, obwohl kein einziger Grieche jemals einen Cent zu sehen bekommen wird. Insgesamt reden wir also von ein Rettungspaket in Höhe von knapp einer Billion Euro, das sind 1000 Millarden Euro also, wovon Deutschland 145 Milliarden Euro brav zu tragen hat.

Nur eine wichtige Frage bleibt dabei unbeantwortet:

Wer oder was soll denn überhaupt gerettet werden?

Eigentlich ist die Floskel von Frau Merkel gar nicht so falsch: Wir schützen das Geld der Menschen. Nur gehört die Betonung auf Geld und nicht auf Menschen. Alles, was da unternommen wird dient zur Rettung des "Geldes", nur leider ist das Geld nicht mehr zu retten. Die Staatsschulden in Deutschland wie auch die globalen Schulden steigen exponentiell, die "echten" Werte dahinter sind aber fast eine Konstante. Sprich, es wird nur ein System aufgeblasen ohne die entsprechende Wertschöpfung.

Das schlimme dabei ist, dass nicht nur die einzelnen Menschen Sklaven des gesetzlichen Zahlungsmittels sind, vielmehr sind die Staaten selbst Sklaven des Systems geworden, denn auch der Deutsche Staat ist überschuldet und sitzt in der Zinsfalle. Was immer wir Schöpfen, der größte Anteil unseres Arbeitslohns fällt dem Finanzsystem zum Opfer, denn Steuern, Verwaltung, Sozialversicherung und sogar Mieten sind im Grunde lediglich systembedingte Kosten, die von unserem "gesetzlichen Zahlungsmittel" verursacht werden und keinerlei Wertschöpfung darstellen.

Und wer kontrolliert das Geld? Der Staat? Leider falsch. Es sind die Banken. Sie sind es, die auf Knopfdruck nicht vorhandenes Geld verleihen und Zinsen dafür kassieren. Die Zinsen verursachen am Ende noch mehr nicht vorhandenes Geld. Also am Ende wird Deutschland nicht von Frau Merkel oder sonstigen Politikern regiert, sondern von den Banken. Die hochrangigen Politiker agieren am Ende nicht für das Volk, von dem sie gewählt wurden, sondern sind einfache Handlanger der Banken. Die Politiker, die wir ironischerweise selbst gewählt haben, haben nur die Aufgabe uns bei Laune zu halten, damit wir unser Sklaven dasein nicht als solches interpretieren.

Aus heißer Luft kann keine Wertschöpfung entstehen

Inzwischen ist das Ganze noch nicht einmal mehr ein Generationenproblem, denn keine zukünftige Generation wird es schaffen, das aktuelle Wirtschaftssystem aufrecht zu erhalten. Es ist ganz einfach, aus heißer Luft kann man nichts solides erschaffen, es werden nur noch größere Löcher geschaffen. Das Ganze ist nach dem Schneeball Prinzip aufgebaut, solange immer mehr Wachstum entsteht, kann das System aufrecht erhalten werden. Nur irgendwann ist Ende, und dieses Ende ist bereits erreicht. Banken und Regierungen versuchen jetzt nur noch das unvermeidliche hinauszuschieben.

Es sind inzwischen nur noch Verzweiflungstaten. Uns wird eine Geschichte verkauft, dass der Staat sparen müsse. Dabei kann der Staat niemals genug sparen, damit die notwendigsten Systemausgaben abgedeckt sind. Denn letzten Endes sind in etwa 85% aller Ausgaben systembedingt, höchstens 15% werden für nachvollziehbare reale Leistungen aufgebracht.

Im Grunde wissen wir es doch alle, denn es ist bei jedem einzelnen auch nicht viel anders. Im Privatleben geben wir ebenfalls das meiste Geld für systembedingte Ausgaben aus. Miete ist nichts anderes als Zinsen für den Wohnungseigentümer, also systembedingt und keine Wertschöpfung. Das gleiche gilt für die Altersvorsorge. Mit den Rundfunkgebühren bezahlen wir am Ende dafür, dass die Medien uns an der Nase herumführen dürfen. Einkommenssteuer, Mineralölsteuer, Tabaksteuer, die meisten Versichereungen mit den dazugehörigen Steuern, das sind alles systembedingte Ausgaben.

Immer noch nicht überzeugt?

Noch ein ganz klares Beispiel: Klaus Elektriker braucht gerade einen Klempner, der ihm eine Rohrleitung verlegt. Thomas Klempner braucht gerade einen Elektriker, der ihm die neuen Lampen anbringt. Nun Theoretisch brauchen sich die beiden nur unter einander einigen und ihre Leistungen gegeneinander eins zu eins zu verrechnen. Ein Tauschgeschäft, jeder hat für den anderen eine Stunde gearbeitet, beiden wurde geholfen und es gibt keine weiteren Kosten oder Forderungen.

Das Ganze hat aber einen Schönheitsfehler: Das System ist leer ausgegangen. Also ist das ganze staatsfeindlich, bzw. systemfeindlich oder noch besser, bankenfeindlich, denn diese braucht das Geld aus dem System.

Nun noch Mal, aber systemfreundlich.

Klaus Elektriker ruft einen Klempnerbetrieb an, erklärt die Arbeit und bekommt ein Angebot. Er nimmt dieses an und vereinbart einen Termin. Thomas Klempner kommt, braucht ca. eine Stunde für die Arbeit und schreibt die Rechnung. Der Endbetrag ist in etwa das 8 fache von dem was Klaus Elektriker an Stundenlohn in seiner Arbeitsstelle in seinem Elektrobetrieb verdient.

Thomas Klempner ruft einen Elektrobetrieb an, erklärt die Arbeit und bekommt ein Angebot. Er nimmt dieses an und vereinbart einen Termin. Klaus Elektriker kommt, braucht ca. eine Stunde für die Arbeit und schreibt die Rechnung. Der Endbetrag ist in etwa das 8 fache von dem was Thomas Klempner an Stundenlohn in seiner Arbeitsstelle in seinen Klempnerbetrieb verdient.

Sie merken die Relation? 1 Einheit Leistung stehen 7 Einheiten Systemausgaben entgegen.

Da bekommt das Wort Systemfehler eine ganz neue Dimension.
 

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Mai 12

Irgendwie scheine ich die Grundsätze der Demokratie nicht zu verstehen. Mal sehen: Parteien und Politiker stellen sich vor und erklären, wofür sie stehen und was sie alles machen werden, wenn sie gewählt werden. Das nennt sich dann Wahlkampf. Übrigens sogar ein Wahlkampf, der zum größten Teil sogar aus Steuergeldern, also vom Wähler, finanziert wird. Der Wähler, sprich die wahlberechtigte Bevölkerung, überlegt sich anhand dessen, wen sie wählen will und setzt dies am Wahltag um. So erhält dann eine Partei die Absolute Mehrheit oder es bildet sich eine Koalition, dessen Vereinigte Stimmen eine Mehrheit bilden.

Bis dahin ist alles verständlich und hört sich auch gut an. Aber was ist denn danach? Theoretisch haben wir Vertreter gewählt, die im großen und ganzen das tut, was die Mehrheit der Wähler für richtig hält. Wir bezahlen ihnen mehr oder wenig großzüge Gehälter, damit sie in unserem Auftrag handeln. Das ist doch Demokratie, oder?

Ab hier werde ich aber stutzig. Irgendwie scheint wohl die Bevölkerung zu meinen, dass alle demokratischen Vorgänge am Wahltag beendet sind. Parallel dazu scheinen die Politiker zu meinen, sie können nun machen, was immer sie wollen. Somit sind wir einfach der Willkür der von uns gewählten Regierung ausgeliefert.

Mal sehen, da kommt ein sauberer Herr Westerwelle mit seiner FDP und seinen Lobbyisten-Freunden aus der Hotel-Branche und beschließt die MWSt. für Hotels zu senken. Wer hat denn was davon? OK, die Parteikassen wurden dafür schön gefüllt, möglicherweise auch ein paar andere Taschen und Konten, aber was hat die Mehrheit der Wähler davon? Mehr Arbeitsplätze? Wohl kaum. Mehr Gäste? Sicher nicht. Das einzige, was wir davon haben, sind weniger Steuereinnahmen.

Jahr für Jahr gibt es Rund 40.000 (vierzig tausend) Insolvenzen, meist kleinere Unternehmen, viele davon wären mit Krediten und/oder Fördermitteln zu vermeiden. Die Banken geben keine Kredite und lauter Kleinunternehmen mit ein Wenig Überbrückungsgeld zu helfen ist wohl politisch nicht "wirksam". So gehen insgesamt Hunderttausende Arbeitsplätze verloren. Moment mal, wer macht denn in Zukunft die Arbeit, die diese Firmen bisher gemacht haben? Natürlich, die Konzerne. Also die, die doch politisch wirksam Staatshilfe bekommen. Das sind übrigens auch die, die mit heißer Luft in der Börse spekulieren. Und die Banken? Ja, die machen da ohne Probleme mit, denn da geht es um Milliarden und das hat große Vorteile, denn mit Wenig Verwaltungsaufwand sind große Verluste möglich. Ja, große Verluste, die aber kaum ein Risiko darstellen, denn bei großen Verlusten kann doch der Staat politisch wirksam Retter in der Not spielen. Der Staat hat doch das Geld dafür, bzw. kann unbegrenzt Kredite dafür aufnehmen. Mann, hat der Staat es gut. Woher kommt denn das ganze Geld? Wer zahlt denn die Schulden? Bei so viel Euphorie hätte ich es fast vergessen. Das sind doch wir, die steuerzahlenden Wähler, die Dummen, die unfähige, unehrliche und korrupte Politiker ins Amt wählen, damit sie das retten können, was sie eigentlich von vornherein in unserem Auftrag hätten verhindern müssen.

Dann kommt die Wirtschaftskrise. Wo kommt sie denn her? Banken und Konzerne spekulieren mit heisser Luft – ja, heisse Luft, denn Aktien, Optionsscheine und sogar Immobilien basieren auf spekulativ festgelegten Preisen, die keinerlei "echte" Werte zur Sicherung haben. Sie machen Jahrelang Milliarden Gewinn damit, die dann irgendwo in Sicherheit gebracht werden. Dann kommt es wie es kommen muss. Der Luftballon platzt, die ganze heisse Luft verdampft, die Banken und Konzerne fallen in sich zusammen wie ein Kartenhaus.

Nun müssen wir natürlich helfen. Die Banken, die skrupellos die Gelder verspekuliert haben, die Vorstände, die jedes Jahr millionen an Boni bekommen haben, die brauchen jetzt unsere Hilfe. Klar, die Armen, der Staat hilft wo er kann. Der Staat hat Geld. Ähm, woher kam denn noch mal das Geld?

Nun ist Griechenland an der Reihe. Das arme Griechenland, das sich so viel Mühe gegeben hat, seine Bücher schön sauber zu frisieren, damit sie überhaupt als Euro Land aufgenommen werden, ist nun auch Pleite. Klar da muss der Staat helfen. Ist doch logisch, denn sonst sind die schönen netten Banken, die bereits so viel Staatshilfe bekommen haben wieder bedroht. Aber warum denn überhaupt? Warum haben unsere netten Banken Kredite an Griechenland vergeben? Hat denn überhaupt Griechenland Mist gebaut? oder waren es eher die Banken, die wieder mit heisser Luft gespielt haben, die wieder Kredite ohne Sicherheiten vergeben haben? Komisch, wenn eine kleine Firma ein Kredit will, geht es nur mit Sicherheiten, warum brauchte denn Griechenland keine Sicherheiten? Also lieber Vater Staat, hilf doch bitte mal Griechenland, ähm ich meine den Banken. Die können doch alle nichts dafür und du hast doch Geld genug. Ähm, woher noch mal?

Achso, dann kommen noch Portugal,  Spanien, Italien und vielleicht noch andere. Vater Staat, kannst Du vielleicht auch da helfen? Sollten diese Länder ihre Bankschulden nicht bezahlen können sind schon wieder die armen unschuldigen Banken in Gefahr. Am besten legst Du schon mal das Geld parat. Du hast es doch. Woher noch mal?

Es muss echt schön sein, einfach mit den Milliarden anderer Leute Monopoly zu spielen. Es bleiben aber ein paar Fragen offen: Wo sind die Grenzen? Wie weit kann eine Regierung gegen den Willen des Volkes gehen, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden? Wissen denn die Politiker wirklich was für uns gut und richtig ist? oder sind sie eher mit ihren unsinnigen Machtkämpfen so beschäftigt, dass sie für alles andere blind sind?

Wofür wählen wir?

Vielleicht sollten wir zurück zu den Grundsätzen der Demokratie. Wir wählen Vertreter, die in unserem Namen unsere Interessen wahren sollen. Die gewählten sind unsere Diener und werden dafür von uns bezahlt, also sollten sie uns mit ihren schwachsinnigen populistischen Parolen verschonen und das tun, wofür sie bezahlt werden.

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Jan 28

Tagtäglich gibt es aktuelle Geschehnisse, die kontroverse Meinungen auslösen. Egal ob irgendwelche Skandale, neue Gesetzte, Gerichtsentscheidungen, öffentlich gewordene einzelschicksale und vieles mehr, fast alles löst jede Menge unterschiedlicher Meinungen aus. Hier werde ich einige davon kommentieren und ebenfalls eine kontroverse Meinung abgeben. Dabei geht es mir nicht unbedingt darum meine eigene Meinung dazu zu äußern (was ich mir aber sicher teilweise nicht verkneifen werde), sondern vor allem Aspekte zu durchleuchten, die eher weniger bedacht werden oder zumindest ansonsten nicht ausgesprochen werden.