Das Rettungspaket ist nun endgültig beschlossen. Deutschland beteiligt sich am Europäischen Rettungspaket mit 123 Milliarden Euro. Dazu kommen noch die 22,6 Milliarden, die bereits als "Erste Hilfe" für Griechenland geflossen sind, obwohl kein einziger Grieche jemals einen Cent zu sehen bekommen wird. Insgesamt reden wir also von ein Rettungspaket in Höhe von knapp einer Billion Euro, das sind 1000 Millarden Euro also, wovon Deutschland 145 Milliarden Euro brav zu tragen hat.
Nur eine wichtige Frage bleibt dabei unbeantwortet:
Wer oder was soll denn überhaupt gerettet werden?
Eigentlich ist die Floskel von Frau Merkel gar nicht so falsch: Wir schützen das Geld der Menschen. Nur gehört die Betonung auf Geld und nicht auf Menschen. Alles, was da unternommen wird dient zur Rettung des "Geldes", nur leider ist das Geld nicht mehr zu retten. Die Staatsschulden in Deutschland wie auch die globalen Schulden steigen exponentiell, die "echten" Werte dahinter sind aber fast eine Konstante. Sprich, es wird nur ein System aufgeblasen ohne die entsprechende Wertschöpfung.
Das schlimme dabei ist, dass nicht nur die einzelnen Menschen Sklaven des gesetzlichen Zahlungsmittels sind, vielmehr sind die Staaten selbst Sklaven des Systems geworden, denn auch der Deutsche Staat ist überschuldet und sitzt in der Zinsfalle. Was immer wir Schöpfen, der größte Anteil unseres Arbeitslohns fällt dem Finanzsystem zum Opfer, denn Steuern, Verwaltung, Sozialversicherung und sogar Mieten sind im Grunde lediglich systembedingte Kosten, die von unserem "gesetzlichen Zahlungsmittel" verursacht werden und keinerlei Wertschöpfung darstellen.
Und wer kontrolliert das Geld? Der Staat? Leider falsch. Es sind die Banken. Sie sind es, die auf Knopfdruck nicht vorhandenes Geld verleihen und Zinsen dafür kassieren. Die Zinsen verursachen am Ende noch mehr nicht vorhandenes Geld. Also am Ende wird Deutschland nicht von Frau Merkel oder sonstigen Politikern regiert, sondern von den Banken. Die hochrangigen Politiker agieren am Ende nicht für das Volk, von dem sie gewählt wurden, sondern sind einfache Handlanger der Banken. Die Politiker, die wir ironischerweise selbst gewählt haben, haben nur die Aufgabe uns bei Laune zu halten, damit wir unser Sklaven dasein nicht als solches interpretieren.
Aus heißer Luft kann keine Wertschöpfung entstehen
Inzwischen ist das Ganze noch nicht einmal mehr ein Generationenproblem, denn keine zukünftige Generation wird es schaffen, das aktuelle Wirtschaftssystem aufrecht zu erhalten. Es ist ganz einfach, aus heißer Luft kann man nichts solides erschaffen, es werden nur noch größere Löcher geschaffen. Das Ganze ist nach dem Schneeball Prinzip aufgebaut, solange immer mehr Wachstum entsteht, kann das System aufrecht erhalten werden. Nur irgendwann ist Ende, und dieses Ende ist bereits erreicht. Banken und Regierungen versuchen jetzt nur noch das unvermeidliche hinauszuschieben.
Es sind inzwischen nur noch Verzweiflungstaten. Uns wird eine Geschichte verkauft, dass der Staat sparen müsse. Dabei kann der Staat niemals genug sparen, damit die notwendigsten Systemausgaben abgedeckt sind. Denn letzten Endes sind in etwa 85% aller Ausgaben systembedingt, höchstens 15% werden für nachvollziehbare reale Leistungen aufgebracht.
Im Grunde wissen wir es doch alle, denn es ist bei jedem einzelnen auch nicht viel anders. Im Privatleben geben wir ebenfalls das meiste Geld für systembedingte Ausgaben aus. Miete ist nichts anderes als Zinsen für den Wohnungseigentümer, also systembedingt und keine Wertschöpfung. Das gleiche gilt für die Altersvorsorge. Mit den Rundfunkgebühren bezahlen wir am Ende dafür, dass die Medien uns an der Nase herumführen dürfen. Einkommenssteuer, Mineralölsteuer, Tabaksteuer, die meisten Versichereungen mit den dazugehörigen Steuern, das sind alles systembedingte Ausgaben.
Immer noch nicht überzeugt?
Noch ein ganz klares Beispiel: Klaus Elektriker braucht gerade einen Klempner, der ihm eine Rohrleitung verlegt. Thomas Klempner braucht gerade einen Elektriker, der ihm die neuen Lampen anbringt. Nun Theoretisch brauchen sich die beiden nur unter einander einigen und ihre Leistungen gegeneinander eins zu eins zu verrechnen. Ein Tauschgeschäft, jeder hat für den anderen eine Stunde gearbeitet, beiden wurde geholfen und es gibt keine weiteren Kosten oder Forderungen.
Das Ganze hat aber einen Schönheitsfehler: Das System ist leer ausgegangen. Also ist das ganze staatsfeindlich, bzw. systemfeindlich oder noch besser, bankenfeindlich, denn diese braucht das Geld aus dem System.
Nun noch Mal, aber systemfreundlich.
Klaus Elektriker ruft einen Klempnerbetrieb an, erklärt die Arbeit und bekommt ein Angebot. Er nimmt dieses an und vereinbart einen Termin. Thomas Klempner kommt, braucht ca. eine Stunde für die Arbeit und schreibt die Rechnung. Der Endbetrag ist in etwa das 8 fache von dem was Klaus Elektriker an Stundenlohn in seiner Arbeitsstelle in seinem Elektrobetrieb verdient.
Thomas Klempner ruft einen Elektrobetrieb an, erklärt die Arbeit und bekommt ein Angebot. Er nimmt dieses an und vereinbart einen Termin. Klaus Elektriker kommt, braucht ca. eine Stunde für die Arbeit und schreibt die Rechnung. Der Endbetrag ist in etwa das 8 fache von dem was Thomas Klempner an Stundenlohn in seiner Arbeitsstelle in seinen Klempnerbetrieb verdient.
Sie merken die Relation? 1 Einheit Leistung stehen 7 Einheiten Systemausgaben entgegen.
Da bekommt das Wort Systemfehler eine ganz neue Dimension.

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